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Stechginster (Gelesen: 1788 mal)
Helga Sondermann
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Bachblüten Forum

Beiträge: 2
Stechginster
13.08.2018 um 15:00:48
 
Kann jemand sagen, wofür Stechginster geeignet ist?

Danke
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Viola
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Bachblüten Forum

Beiträge: 20
Re: Stechginster
Antwort #1 - 31.08.2018 um 18:38:59
 
Kurze Charakteristik

Für Menschen, die keine Hoffnung mehr haben.

Einsatzbereich

Zur Basisbehandlung bei: pessimistischer Lebenshaltung, Hoffnungsverlust, schweren Krankheiten mit sehr schlechter Prognose.

Alle krankhaften Störungen, die mit Hoffnungslosigkeit einhergehen oder davon ausgelöst wurden.

Im täglichen Leben bei: schwerem Pessimismus.

Ursprung und Bild des Gorse-Syndroms

Die Anlage ist ambivalent: einerseits eine besonders positive und hoffnungsvolle Lebenshaltung und andererseits die Bereitschaft, ohne Wunsch und Erwartung zu leben.

Bei harmonischer Entwicklung befinden sich diese beiden widersprüchlichen Veranlagungen in einem fein ausgewogenen Gleichgewicht, so daß daraus ein ausgesprochen positiver und optimistischer Mensch entsteht, der aber zugleich in seinem Inneren die Bereitschaft zu Entsagung, Wunsch- und Hoffnungslosigkeit trägt – allerdings nicht in ihrer negativen, enttäuschungsvollen Bedeutung, sondern im Sinne der asiatischen Weltanschauungen, die das »Nichts« als Voraussetzung für »alles« betrachten. In der optimistischen Heiterkeit des harmonisch entwickelten Gorse-Menschen schwingt immer ein gewisser abgeklärter Ernst mit; man ahnt ein tiefes, unbewußtes Wissen und hat den Eindruck, daß er das Leben in seiner ganzen »positiven« wie »negativen« Bedeutung leben kann. Für seine Mitmenschen ist er ein Symbol der Hoffnung, das um so wertvoller ist, als diese Form der Hoffnung wenig mit den üblichen, vordergründigen und vorteilsorientierten Wünschen zu tun hat. Es ist das tief empfundene Wissen darum, daß alles in unserer Welt richtig bestellt ist.

Unter ungünstigen Umständen kann diese komplizierte Anlage ihr subtiles Gleichgewicht verlieren und in negativer Weise entarten. Genauso, wie sich jeder heftige Wunsch nach Lebensfreude, wenn er sich nicht erfüllen läßt, in eine ebenso starke Traurigkeit verwandelt, schlägt die sehr optimistische Erwartungshaltung des Gorse-Menschen, wenn sie enttäuscht oder mißbraucht wird, in ihr ebenso extremes Gegenteil um. Dabei verdrängt die entsagende, innere Komponente das erwartungsvolle, lebensoffene Element, verliert ihren eigentlichen Sinn und wird zur lebensverneinenden Hoffnungslosigkeit. Entsagung bedeutet dann nicht mehr die gleichzeitige Öffnung für eine noch größere Lebens-Dimension, sondern gleicht dem Eingeschlossen-werden in einem dunklen Zimmer. So entwickelt sich das Gorse-Syndrom, das in Pessimismus und Resignation besteht. Wer sich in diesem Zustand befindet, hat jede Hoffnung aufgegeben; seine Schicksalsergebenheit ist nicht mehr Ausdruck einer wertvollen Erkenntnis, sondern eines inneren Zerstörungsprozesses. Dieser Zustand bezieht sich vor allem auf die Gesundheit und signalisiert bei schweren, chronischen (»hoffnungslosen«) Krankheiten den Übergang in jene Phase, aus der es meistens kein Zurück gibt.

Gorse-Kranke »wollen nicht mehr« (sie sind auf »Heilung durch den Tod« eingestellt). Wenn sie überhaupt noch therapeutische Anstrengungen unternehmen, dann nur unter dem Druck ihrer Angehörigen oder Freunde.

Wirkungsrichtung der Gorse-Essenz

Gorse ist das Mittel gegen Hoffnungslosigkeit. Es aktiviert den Lebenswillen und hilft, gegenüber Verlusten, Enttäuschungen oder Niederlagen eine positivere, sinnerfüllte Einstellung zu finden. Bei schweren, hoffnungslos erscheinenden Krankheiten kann es eine Trendwende herbeiführen. Besonders wichtig ist Gorse in der Krebstherapie, da Krebs, wenn er unheilbar ist (was übrigens relativ selten vorkommt!), bedeutet, daß der Organismus die Hoffnung auf Überwindung der krankmachenden Ursache aufgegeben hat.

Psychologisch-therapeutische Anmerkungen

Das Gorse-Syndrom entwickelt sich meistens im Rahmen langwieriger, von Fehlschlägen und Mißerfolgen begleiteter Kämpfe – sei es um die Gesundheit, sei es um ein wichtiges Lebensziel. Es ist Ausdruck einer inneren Erschöpfung, einer Störung des Gleichgewichts zwischen Nehmen und Geben. Um in diesen Zustand zu geraten, muß man normalerweise die beschriebene typische Anlage haben; da diese aber in mehr oder weniger feiner Ausprägung bei jedem Menschen zu finden ist, kann im Prinzip jeder Mensch bei sehr schwerem Schicksalsdruck seine Hoffnung verlieren.

Es ist daher wichtig, bei aller Lebenslust und allen freudigen Erwartungen stets ein Gefühl dafür zu behalten, daß der schönen Vordergründigkeit des Lebens mit all ihren vergänglichen Wünschen und Freuden eine tiefere und bedeutsamere Dimension gegenübersteht, die allem Geschehen erst seinen Wert und Sinn gibt. Es ist ein subtiles Spüren der Vergänglichkeit in allen irdischen Dingen und Freuden, das zugleich ein Ahnen der unbegreiflichen Ewigkeit heraufbeschwört.

Der Religiöse drückt seine Hoffnung mit den Worten »Man kann nicht tiefer fallen als in Gottes Hand« aus. Damit meint er, daß alle Verluste, Enttäuschungen und Leiden, die wir erleben, angesichts dessen, worum es in unserer Existenz geht, letztlich unbedeutend sind. Alles, was uns widerfährt, besitzt einen tieferen Sinn und dient unserem »Seelenheil«, das wir so wenig begreifen und beschreiben können und das doch das eigentliche Ziel unserer Existenz ist.

Wer dieses instinktive Wissen verloren hat, der gerät, an der Unsinnigkeit und »Schlechtigkeit« dieser Welt verzweifelnd, in den Gorse-Zustand, in dem er keinen Grund mehr für irgendwelche positiven Erwartungen findet.

Ohne das »Prinzip Hoffnung« aber können wir nicht leben, können keinen Tag beginnen, können nicht atmen, nicht denken, nicht handeln. Unentwegt erwarten wir, daß alles gut ausgehen oder besser werden möge. Gibt es keine Hoffnung mehr, so zieht sich das Leben zurück.
Da allerdings, solange ein Mensch lebt, immer auch noch Leben und damit ein zukunftsorientiertes Element in ihm ist, besteht meist die Möglichkeit, die Hoffnung wieder zu erwecken und die Lebensflamme anzufachen. Dazu muß man sensibel herauszufinden suchen, an welchem Punkt der zerstörerische Hebel angesetzt hat, wo der Gorse-Mensch in seinem Lebensnerv getroffen wurde. Manchmal erscheinen die Gründe dafür dem Außenstehenden banal und unbedeutend, für den Betroffenen aber kann darin sein ganzer Lebenssinn liegen. Gelingt es, an diesem entscheidenden Punkt die verschlossene Tür wieder zu öffnen, dem Verzweifelten glaubhaft die Erfüllung seiner Sehnsucht in Aussicht zu stellen oder ihn für andere Ziele oder Wünsche zu motivieren, so kann die Hoffnung und mit ihr das Leben wieder in ihn zurückkehren.

Liebe Grüße  Zwinkernd
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Johanna
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Beiträge: 6981
Wien-Umgebung
Re: Stechginster
Antwort #2 - 08.09.2018 um 22:34:06
 
Liebe Viola,
bitte Antworten in eigenen Worten schreiben, nicht einfach im internet kopieren. Danke.
Es gibt sehr viele Beschreibungen im Internet (daher auch die Antwort copy-paste) und in Büchern zu allen einzelnen Bachblüten.
lg, johanna
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