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Extremste Angstzustände, Verzweiflung - Ansätze (Gelesen: 1417 mal)
aki
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Beiträge: 3
Extremste Angstzustände, Verzweiflung - Ansätze
05.06.2016 um 11:17:59
 
Hintergrund war eine 20-jährige Geschichte mit extremsten Angstzuständen, blankem Entsetzen, und zeitweiser Depression. 

Heute sind davon noch 10 bis 15 Prozent da.

Nachdem mehrere Therapieversuche wegen Misstrauen von meiner Seite, und wegen teilweise erschreckender Inkompetenz von der anderen Seite (empathielos, übergriffig) nichts gebracht hatten, habe ich mich umgesehen was es sonst noch gibt.

Ich verfolge 5 verschiedene Wege, die ich im folgenden der Wichtigkeit nach geordnet darstelle.  Bachblüten kommen ganz zum Schluss, das mag auch daran liegen dass ich sie kaum über längere Zeit regelmässig genommen habe.  Dennoch halte ich sie für sehr wertvoll, und möchte sie wärmstens empfehlen.  Allerdings würde es mir schwer fallen zu glauben dass sie allein jemanden mit schwerer, langandauernder Symptomatik aus der Notlage helfen können.


1.) Bedingungslose Akzeptanz der Gefühle
Hier ist Safi Nidiaye in meinen Augen die beste Autorin, sie hat viele Bücher zu dem Thema geschrieben, z.B. "Wieder fühlen lernen".  Ein Gefühl das Terror zu machen scheint, ist nie die wirkliche Ursache für das Leiden, sondern diese ist immer nur unser Widerstand gegen das Gefühl.  Wird der Widerstand aufgegeben, ist alles gut.  Ich halte diese Vorgensweise von Akzeptanz für die Basis allen Fortschritts.  Ohne das kann ich mir nur schwer vorstellen dass es nachhaltig klappt, auch wenn es viele Hilfsmittel gibt die es einem wesentlich leichter machen können, letztlich muss man sich den Gefühlen stellen.  Daher setze ich das auf Platz eins.

2.) Geistheilung
Ich habe den unter 1. genannten Prozess zehn Jahre lang angewendet und damit sehr langsame Fortschritte gemacht, vielleicht zwei oder drei Prozent pro Jahr. Daher war die Notlage auch nach zehn Jahren immer noch sehr groß, wenn auch nicht mehr so vernichtend wie am Anfang. Ich habe sechs verschiedene Geistheiler ausprobiert.  Grundsätzlich sollte man bei psychischen Sachen von Energie-Heilern Abstand nehmen auch wenn es sich schön anfühlt, weil das nur noch mehr aufwirbelt. 
Es gibt aber auch Geistheiler, die aktiv Dinge von einem ablösen können.  Hier kann man wieder zwei Klassen unterscheiden - diejenigen die es selber machen, und diejenigen die mit Spirits zusammen arbeiten und diesen quasi nur ihren Körper zur Verfügung stellen.  Die ersteren kann ich nicht empfehlen, die sind zu unfertig, und manchmal haben sie kein Einfühlungsvermögen. Hinzu kam dass die zwei die ich probiert habe einem beide nach der Sitzung erzählen wollen was sie gesehen haben, und das kann für jemanden der voller Angst ist, unerträglich sein.
Diejenigen die mit Spirits zusammen arbeiten kann man wiederum aufteilen in welche die das gelernt haben ohne in ein System eingebunden zu sein, die arbeiten meistens mit Engeln, und die anderen, das sind in der Regel Leute die in einer schamanischen Tradition stehen. Von den Selfmade-Leuten rate ich wiederum ab, die sind nirgends eingebunden und neigen zu Fehlern. Ich bin zum Schluss bei einer Schamanin gelandet, und dort seit nun fünf Jahren geblieben.  Sie hat mir zwei Dutzend Besetzungen abgelöst, die ich in Zeiten starker Einsamkeit eingeladen hatte. In drei Fällen habe ich die Ablösung intuitiv-energetisch bewusst mitgekriegt.  Es hat bei mir bislang sehr viele Sitzungen gebraucht, ich glaube es waren mehr als zehn mal so viele wie bei den meisten anderen Leuten. Das war sehr teuer, aber für das Ergebnis würde ich sofort den zehnfachen Preis bezahlen.  Ich war nur am Anfang ein paar Mal da, und bin dann wegen der Kilometer und weil die Sitzungen mit Trommeln etc. nicht so mein Ding waren, auf Fernheilungen umgestiegen. Bei der Auswahl eines Schamanen muss man vorsichtig vorgehen, weil das inzwischen ein Modebegriff geworden ist. Er/sie sollte über eine umfangreiche Fortbildungs-Historie verfügen.  Ein paar Wochenenden reichen nicht aus.  Meine war viele Male in Peru, dann in der Mongolei, und ist jetzt bei einem Dakota-Indianer.

3.) Satsang
Noch vor der Schamanin war ich jahrelang im Satsang, überwiegend bei Samarpan und Gaia.  Es gibt einem eine völlig neue, entspanntere, weil transpersonale Weltsicht, ich würde das auf keinen Fall missen wollen, und je besser es mir geht, umso mehr rückt das wieder in den Fokus.  Samarpan predigt auch das Gefühle-fühlen, aber es brauchte die tiefergründigen Beschreibungen und die Methode der "Herzschlüssel" von Safi Nidiaye um das wirksam anzuwenden.  Satsang gibt einem einen neuen Horizont, welcher der Tabuisierung und Verurteilung von Schmerz oder Fehlschlägen jeglicher Art entgegenwirkt.

4.) Arunachala
Das ist ein Berg in Südindien, der das möglicherweise stärkste spirituelle Energiefeld des Planeten ausstrahlt, es ist in einem zehn Kilometer breiten Ring um den Berg spürbar und unterstützt und beschleunigt alle emotionalen Prozesse um den Faktor drei bis fünf, je nachdem wie stark man sich ihm aussetzt. Direkt am Berg befindet sich der Ashram des vor 65 Jahren verstorbenen Advaita-Meisters Ramana Maharshi, im Ashram ist das Energiefeld noch drei mal stärker als außen rum.

5.) Bachblüten
Ich habe Bachblüten vor 15 Jahren kennengelernt, das erste Fläschchen enthielt Mimulus.  Es hat mich total von den Socken gerissen dass ich sofort eine Wirkung verspürt habe.  Seitdem nutze ich die Blüten vor allem wenn es mir schlecht geht, aber vor kurzem auch mal über Monate hinweg, und das will ich mir angewöhnen.  Es ist wirklich genial, vor allem weil man praktisch nichts dafür tun muss.  Das ist aber auch gleichzeitig der Punkt bei dem es für mich eine Unsicherheit gibt.  Ich nehme die Blüten und es geht mir besser.  Aber es hat keinen wahrnehmbaren Prozess gegeben, sondern die Beschwerden gehen einfach so weg.  Passiert da ein Prozess und eine nachhaltige Auflösung? 

Ich nehme täglich einen bis zwei Tropfen pro Mittel in einem Wasserglas, welches ich über den Tag verteilt trinke, das wirkt bei mir stärker als eine dauerhafte Mischung. 

In Frage kommen:

Mimulus für Angst
Mustard für Depression
Agrimony für Sozialphobie
Walnut für mehr Selbstbestimmtheit
Holly gegen Misstrauen und Hass
Willow gegen Verbitterung
Pine gegen Schuldgedanken
seit kurzem Chicory wegen Liebessucht

Wobei ich nach dem Gefühl gehe. Holly müsste zum Beispiel wegen Hass und Misstrauen eigentlich klar dabei sein, spricht mich aber oft wenig oder gar nicht an.


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« Zuletzt geändert: 06.06.2016 um 07:06:26 von aki »  
 
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Re: Extremste Angstzustände, Verzweiflung - Ansätze
Antwort #1 - 07.06.2016 um 10:29:48
 
Hallo Aki,

Zitat:
Aber es hat keinen wahrnehmbaren Prozess gegeben, sondern die Beschwerden gehen einfach so weg.  Passiert da ein Prozess und eine nachhaltige Auflösung? 


das kommt drauf an. Im Idealfall beschäftigt man sich mit den Themen der Blüten. Durch Nachlesen oder im Gespräch mit einem Bach-Blüten-Berater. In vielen Büchern werden die Themen der Blüten erläutert, manche Autoren arbeiten zusätzlich mit Affirmationen. All das, damit man sich bewusst damit befasst - so kann Änderung stattfinden.

Ebenso möglich ist die einfache Einnahme und ein verändertes Verhalten, welches dann insgesamt eine Veränderung hervorruft – wie zum Beispiel bei Centaury (mit begleitenden Blüten): Der Mensch grenzt sich mehr ab, das führt zu einer Veränderung des gesamten Systems. Das kann für einen Moment helfen, für eine bestimmte Situation –  oder auch konstitutionell , also bei einem Menschen, der sich generell mit Abgrenzung schwer tut. Konstitutionell wäre eine längere Einnahme sinnvoll. Damit sich die Veränderung wirklich vertiefen kann.

Für Edward Bach war stets die Einfachheit der Anwendung wichtig. Ich denke, man muss sich nicht großartig bewusst oder spirituell mit allem befassen. Man kann auch mal einen leichteren Weg gehen, der trotzdem gut tut und hilfreich wirkt. Der spirituelle/bewusste Weg ist ebenso wertvoll. Welchen man nun wählt - oder evt. einen der millionen Wege dazwischen - hm - ich denken, das ist einfach Typsache.

Viele Grüße
Sil

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aki
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Re: Extremste Angstzustände, Verzweiflung - Ansätze
Antwort #2 - 07.06.2016 um 16:06:47
 
Man kann auch mal einen leichteren Weg gehen, der trotzdem gut tut und hilfreich wirkt

Das auf jeden Fall;  Es geht nur nicht in meinen Kopf dass es möglich sei, bei sehr intensiven Fällen eine grundlegende Änderung zu erfahren ohne dass es zu einer Katharsis gekommen wäre;  Ich sehe es so dass Traumata eine tatsächliche feinstoffliche Masse haben, die durch Wahrnehmung erlöst werden will.  Wenn sie nun durch die Blüten einfach weg sind ohne wahrgenommen worden zu sein, das passt nicht richtig in mein bisheriges Bild.

Der spirituelle/bewusste Weg ist ebenso wertvoll. Welchen man nun wählt - oder evt. einen der millionen Wege dazwischen

Stimme zu, außer dass man "wählt";  denke das ist nicht in unserer Macht.

Habt Ihr die Erfahrung gemacht dass die Behandlung mit den Blüten auch hartnäckige Fälle, wie z.B. den oben geschilderten,oder sogar langjährige Psychosen etc. in ein anderes Gleis führen?
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NRW
Re: Extremste Angstzustände, Verzweiflung - Ansätze
Antwort #3 - 07.06.2016 um 16:56:15
 
Hallo Aki,

Zitat:
Ich sehe es so dass Traumata eine tatsächliche feinstoffliche Masse haben, die durch Wahrnehmung erlöst werden will.  Wenn sie nun durch die Blüten einfach weg sind ohne wahrgenommen worden zu sein, das passt nicht richtig in mein bisheriges Bild.

es kann hilfreich sein, so ein Bild elastisch zu halten. Wir erschaffen unsere Bilder ja selber.

Wahrgenommen werden die Gefühle meist ja vorher schon. Eine Katharsis kann meines Erachtens ein Weg sein. Und es gibt tausende weitere. Bei TRE zum Beispiel (Tension & Trauma Releasing Excersises) werden Traumata über die körperlicher Ebene gelöst. Auch das ist ein Ansatz – der in professionelle Hände gehört.

Zitat:
Stimme zu, außer dass man "wählt";  denke das ist nicht in unserer Macht.

Ich denke, das liegt sehr wohl in unserer Macht. Wir haben die Macht (und Gabe) zur Wahl. Zum Glück. Auch hier - Ansichtssache. Da steht jeder an einem anderen Punkt.

Zitat:
Habt Ihr die Erfahrung gemacht dass die Behandlung mit den Blüten auch hartnäckige Fälle, wie z.B. den oben geschilderten,oder sogar langjährige Psychosen etc. in ein anderes Gleis führen?

Was hartnäckig ist, hat einen harten Nacken. Sagt man so. Da wäre es sinnvoll, zu schauen, was verändert wurde und ob das an der richten Stelle war. Oder ob da nicht evtl. was übersehen wurde, mal ein anderer Blickwinkel drauf Sinn machen würde oder andere Wege sinnvoll sind.

Psychosen gehören in die Hände eines Arztes/Fachmanns.

Viele Grüße
Sil
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« Zuletzt geändert: 07.06.2016 um 17:30:35 von sil »  

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aki
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Re: Extremste Angstzustände, Verzweiflung - Ansätze
Antwort #4 - 15.06.2016 um 18:07:03
 
Bilder elastisch zu halten ist sicher eine gute Idee. Vor kurzem habe ich z.B. bei Dietmar Krämer reingeschaut, und denke auch das sollte man flexibel handhaben.  Das Schienen-Modell öffnet einen neuen Horizont, ich denke allerdings dass es nicht viel Sinn macht das alles auf Dreier-Gruppen zu reduzieren, da scheint es mir eine Vielzahl von möglichen Abfolgen zwischen den Mitteln zu geben.
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