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Bitte um Starthilfe (Gelesen: 16711 mal)
-Marie-
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Beiträge: 196
Bitte um Starthilfe
27.03.2015 um 13:04:00
 
Hallo Ihr Lieben,

ich war lange nicht hier, hoffe es geht euch allen gut Smiley

Mein aktueller Zwischenstand ist, dass ich das mir verordnete Medikament langsam absetzen konnte und nun seit ca, 3 Monaten "clean" bin  Durchgedreht Durchgedreht Durchgedreht
Ich arbeite wieder und das sehr gern.
Die Bachblüten haben entscheidend dazu beigetragen und dafür bin ich sehr dankbar.

Medikamentenfrei heißt aber leider nicht, völlig symptomfrei....
Vielmehr ist es so, dass es noch einige Baustellen gibt, die ich aber jetzt ohne "medikamentöse Betäubung" aushalten kann.
Wenn es mal kritisch wird, greife ich zu Recue.
Das ergibt sich daraus, dass ich mich einfach nicht entscheiden kann, was in dem Moment gerade für mich wichtig ist. Ich lese dann stundenlang in den Beschreibungen und komme zu keinem Ergebnis. Irgendwie treffen mind. 80% der Blüten zu.  unentschlossen
Je länger die Suche dauert, umso schlimmer wird es mit mir. Deshalb habe ich entschieden, erst Rescue und wenn es dann besser ist, suche ich gezielt und in Ruhe. Das verschiebe ich aber auch immer wieder, wenn es erst mal besser ist Traurig
Ich würde mich freuen, wenn ihr mir ein wenig auf die Sprünge helft.

Als erstes habe ich heute mit Scleranthus und StoB im Wasserglas begonnen, um endlich einen Anfang zu haben.
Scleranthus wegen meiner Entscheidungsfreude Zwinkernd
Doch dann wird es schwierig....
Ein weiteres Problem, was damit wohl zusammenhängt ist, dass ich alles ganz, ganz richtig machen will. Es soll 100% sein und somit drehe ich mich irgendwie im Kreis. Ist das auch Scleranthus?

Bei Sclearanthus stört mich die Aussage von Unzuverlässigkeit in der Beschreibung. Das bin ich nicht.
Eher das Gegenteil davon.
Allerdings gibt es einen Zwiespalt. Bei der Arbeit drehe ich voll auf und summe wie ein Bienchen.
Viel Kundenverkehr und viel zu organisieren. Es macht unheimlichen Spaß. Allerdings bemerke ich, dass ich nach kurzer Zeit hektisch werde. Je mehr Kunden da sind, umso schneller werde ich, um allen gerecht zu werden, niemanden warten zu lassen. Ich fühle mich dann wie ein Roboter.
Nach Arbeitsschluss gelingt es mir nicht abzuschalten und wieder ruhiger zu werden.
Ich wäre gern mehr bei mir selbst und in mir ruhender, wenn ich arbeite. Meiner Kollegin gelingt das, obwohl sie noch neu in der Firma ist. Ich bewundere (beneide) sie für diese angenehme Ausstrahlung.
Ich muss aber dazu sagen, dass unser Chef große Stücke auf mich hält, weil ich viel schaffe, die Augen überall habe, damit möglichst nichts schief läuft.
Ich bin also keine zappelige Lusche auf Arbeit.

Zu Hause allerdings komme ich selten in die Pötte. Egal ob nach der Arbeit oder am WE. Ich möchte so viel machen, und dann wird vor lauter überlegen, abwägen und nachdenken gar nichts was.
Wenn ich dann merke, die Zeit wird knapp, dann bricht wieder volle Hektik aus und ich überschlage mich fast.
Ich schaffe dann ist kürzester Zeit Unmengen an Arbeit....
aber gesund ist das nicht und wohl fühle ich mich auch nicht dabei.
Mir fällt nur dabei auf, vor "Publikum" funktioniere ich vorbildlich. Kaum bin ich allein, schaffe ich vor lauter nachdenken und alles besonders schön machen wollen gar nichts, bis es zeitlich eng wird.....
Welche Blüte(n) kann das sein, es ist so wiedersprüchlich. unentschlossen
Ein Grund kann sein, dass auf Arbeit Abläufe vorgegeben sind, denen man folgen muss ohne nachdenken.
" Erst das, dann das und dann das"
Ein Grundgerüst also.
Hektisch wird es dann erst, wenn zu viel auf mich einstürmt, ständige Sonderwünsche erfüllt werden wollen usw.

Zu Hause fehlt dieses Grundgerüst aus verschiedenen Gründen. Ich habe schon oft versucht, regelmäßige Abläufe zu integrieren, bin aber immer gescheitert, nicht kosequent genug. Dazu kommt dann dieses endlos schlechte Gewissen und Selbstvorwürfe, weil es wieder nicht geklappt hat.

Erschwert wird es noch durch wechselnde Arbeitszeiten und seit Jahren häufige Änderung der Lebensumstände. Erst arbeitete mein Mann im Ausland und kam wochenlang nicht nach Hause bis ich krank wurde. Dann versuchten wir es alle im Ausland und mussten aber wegen mir aufgeben. weinend
Es war so wunderwunderschön dort, aber ich konnte es nicht mehr fühlen.
Danach folgte ein 2-wöchiger Rhythmus an dem er zu Hause sein konnte - kaum hatten wir uns eingespielt, änderte es sich wieder schlagartig...
Danach war er 3 Wochen wegen haushohem Blutdruck ganz zu Hause und nun seit 4 Tagen wird er wahrscheinlich jeden Freitag nach Hause kommen.
Immer wenn ich mich gerade besonders gut fühle und denke, jetzt hab ichs geschafft, meine Bemühungen fruchten ich bin jetzt stabil, ändert sich was.
Ob es daran liegt, weiß ich nicht, kann ja auch Einbildung sein.
Hat jemand eine Idee? Eventuell Walnut?

Wobei ich immer denke - hab dich doch nicht so Ärgerlich.
Kann doch nicht sein, dass du jetzt Herzklopfen hast, weil
er wegfährt oder weil du jetzt 4 Tage allein bist.
Oder weil er ungeplant wegen Materialmangel nach Hause kommt und einen Tag später wieder los muss.
Wir können halt nie planen, irgendwie ändert sich immer was.
Wir haben es in 15 Jahren noch nicht mal geschafft zu heiraten, obwohl wir eigentlich gern wollten...
Unsicherheit kommt  also auch noch dazu. Das wird mir jetzt erst bewusst. Sollte ihm was passieren, habe ich voll die A-karte. Da mag ich gar nicht dran denken.  Schockiert/Erstaunt

Muss man sowas aber trotzdem nicht einfach akzeptieren und aushalten können? Ich bin doch eigentlich schon alt genug und kein kleines Kind mehr.
Vor 10 Jahren hat mir das nichts ausgemacht (glaube ich wenigstens) Traurig

Liebe Grüße Marie
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Johanna
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Re: Bitte um Starthilfe
Antwort #1 - 27.03.2015 um 15:42:14
 
Hallo Marie,
dieses Hinausschieben und "später denk ich dann in ruhe darüber nach"... und das passiert dann nie... könnte ev. zu Chestnut Bud passen.

Es soll am besten perfekt sein... sonst lieber gar nicht.... dazu würde mir Rock Water einfallen.  Eventuell kann auch Elm durch zu starke Perfektion ins Stocken geraten.

Und Pine.... für den nächsten Kunden, der jetzt noch warten muss?

Wichtig kommt mir auch diese Situation vor, dass du zu Hause zu keinem Entschluss kommst... in der Arbeit aber recht flott sein kannst.
Ist natürlich immer so, dass ich mir das irgendwie vorstelle... sich das aber für dich ganz anders anfühlen kann (und dann natürlich auch ganz andere Blüten dazu passen). Eine Idee dazu ist, dass es keine Reaktion gibt, wenn du selbst überlegen "musst" was du tun könntest/möchtest....
Während in der Arbeit die Anforderungen von außen kommen... da gehts flott ... vielleicht wär das Centaury. Dass es einfacher für dich ist, wenn man dir sagt, was zu tun ist (oder es sich durch den nächsten Kunden ergibt...)...

Oder anderer Gedanke: Chicory.... In der Arbeit gibt es Anerkennung für das was du tust... (vom Chef z.B., da bist du aufmerksam, die Augen überall, achten, dass es rundherum läuft... könnte dazu passen...) Zu Hause... allein.... fehlt die Akzeptanz durch andere (deinen Mann). Vielleicht daher auch keine besondere Motivation etwas zu tun..... (besonders falls du noch denkst... das könnte ja auch er, wenn er da ist machen....).
Chicory hat ein sehr gutes Einfühlungsvermögen - das könnte ev. auch dazu führen, dass man viele Blütenbilder "nachfühlen" kann - und in sich findet.
Das sagt man auch von Heather in ganz ähnlicher Weise. Ich finde aber, dass du dich doch zumindest in der Arbeit sehr umsichtig verhältst (Heather zeigt mehr "Hilflosigkeit" und Bedürftigkeit... Fordert mehr aktiv Aufmerksamkeit ein....)...

Ich lass das jetzt einmal so stehen.... Vielleicht ist etwas dabei für dich...
lg, johanna
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Melia
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Re: Bitte um Starthilfe
Antwort #2 - 27.03.2015 um 18:39:35
 
Hallo Marie,

das Robotergefühl klingt für mich sehr nach Oak. Man geht über seine Bedürfnisse hinweg und funktioniert irgendwann nur noch, eben robotermäßig.

Zum Perfektionismus fallen mir mehrere Blüten ein, neben den von Johanna genannten. Vervain ist sehr perfektionistisch und nie mit sich zufrieden. Oak schon irgendwie auch, wobei Oak das für Pflichtgefühl hält und es bei Vervain eher Begeisterung ist. Dann kommt noch Crab Apple in Frage, da muss alles ganz genau sein. Mein Bauchgefühl geht aber in Richtung Vervain und Oak.

Die Hektik, wenn man vorher geschludert hat, wäre für mich am ehesten Impatiens. Wenn die Hektik nur ab und zu auftritt und kein Dauerproblem ist, würde das aber vielleicht zurückstellen.

Zitat:
Muss man sowas aber trotzdem nicht einfach akzeptieren und aushalten können?

Hm, ich weiß nicht. Mir wäre das auch zu anstrengend, zu unruhig. Walnut könnte eine gute Idee sein, wenn Du innerlich Kämpfe gegen die Situation austrägst.Walnut hat übrigens im Extremfall auch das Problem, nichts mehr zu fühlen (jedenfalls nach Krämer und auch nach meiner eigenen Erfahrung).

LG
Birgit
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Re: Bitte um Starthilfe
Antwort #3 - 28.03.2015 um 08:10:05
 
Hallo Johanna, hallo Melia

vielen lieben Dank für eure Mühe.

Ja, liebe Johanna, es sind jede Menge Denkanstöße dabei, danke. Muss ich jetzt erst mal sacken lassen, zudem fahren wir in einer Stunde Richtung Hamburg.
Ist also grad wieder wenig Zeit...
Ich schreib Sonntag was dazu, ich denke, zusammen kriegen wir das aufgedröselt.

Liebe Melia, ich übernehme erst einmal Oak, weil ich das selbst irgendwie vermutete, Pflichtgefühl passt momentan eher. Dazu Impantiens, Scleranthus und StoB. Das muss erst mal reichen für das WE.
Hektik ist ein Riesenproblem für mich, was mich sehr nervt, weil ich es bemerke und einfach nicht ändern kann.

Also danke erst mal ein schönes WE bis Sonntag.

LG Marie
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Re: Bitte um Starthilfe
Antwort #4 - 16.06.2015 um 13:13:43
 
So, nun habe ich es endlich mal wieder geschafft hier zu sein.

Die letzten Monate waren teilweise Horror auf Arbeit (Überstunden ohne Ende, Ungerechtigkeiten usw.)

Ich knabbere noch sehr daran und oft war meine Grenze überschritten. Wenn ich daran denke, schwillt mir innerlich noch der Kamm. Es ist sehr unangenehm geworden dort. Aus einem fröhlichen Arbeitsplatz ist etwas Gezwungenes, Verklemmtes geworden.

Dafür hat sich im Privaten alles komplett geändert - nach 15 Jahren endlich ein Stück Normalität. Es könnte alles so schön sein......

Dadurch bin ich mit meinen Bachblüten irgendwie wieder bei Null angekommen.

Kein Ziel mehr, irgend etwas zu verbessern und vorwärts zu kommen in der Entwicklung, sondern eher Schadensbegrenzung um nicht wieder bei Medikamenten zu landen  und weiter zu funktionieren.

Scleranthus, Rock Rose, Rock Water, White Chestnut.

Naja, immerhin habe ich es geschafft heute hier vorbei zu schauen.
Ich grrüße euch alle ganz lieb.  Smiley

Marie









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Re: Bitte um Starthilfe
Antwort #5 - 16.06.2015 um 20:25:51
 
Hallo Marie,

schön, mal wieder von Dir zu lesen. Wenn Du ein Problem mit Ungerechtigkeiten hast und das nur schwer hinnehmen kannst, werf' mal einen Blick auf Vervain. Die hilft sehr dagegen.

VG
Birgit
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Re: Bitte um Starthilfe
Antwort #6 - 17.06.2015 um 07:36:27
 
Hallo Birgit,

vielen Dank für den Tip mit Vervain, werde ich heute mal separat im Wasserglas dazu nehmen.
Mit meiner letzten Mischung bin ich wohl zu viele Themen angegangen und das ging gründlich in die Hose.

Bin also jetzt lieber vorsichtiger  Smiley

Wie lange sollte man eine Mischung eigentlich am Stück nehmen? Wann weiß man, dass es damit genug ist?

Meine jetzige Mischung habe ich erst 1 Woche im Wasserglas getestet und nehme sie nun seit 3 Tagen angemischt aus der Pipette 4x4 Tropfen.

LG und einen schönen Tag

Marie
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Re: Bitte um Starthilfe
Antwort #7 - 18.06.2015 um 19:12:32
 
Nach intensivem Lesen....

Vervain trifft es irgendwie nicht dieses Ungerechtigkeitsgefühl  bei mir.

Beispiel:
In unserer Firma sind wir 4 Kollegen und 1 Aushilfe.
2 Kollegen sind neu seit diesem März....
Wir haben verschiedenste Aufgaben, u.a. auch Kundenberatung und Kassierarbeiten.
Selbst in unseren Pausen sind wir immer auf dem Sprung, wenn Kunden den Laden betreten.

Mit den alten Kollegen war es so, das wir uns abwechselten und gut.
Die neuen Kollegen sehen das alles nicht so eng, reicht ja wenn einer geht... und das bin dann meistens ich.

Ich habe einfach nicht so ein dickes Fell  Traurig

Zu meinem größten Ärger haben sie sich nun auch noch angewöhnt nach dem Essen gemeinsam rauchen zu gehen.
Sie sitzen quasi mit Kaffetassen und Kippe am Kundeneingang in der Sonne und lassen es sich gut gehen.
Sie sehen die Kunden, die reingehen, aber niemand hält es für nötig, seinen Hintern zu erheben.....
Drinnen ist ja noch jemand - wer wohl....?
Ich könnte k........

Vorsichtig angesprochen habe ich es nach langem Überlegen.
Eingebracht hat es mir nichts.

Welche Blüte kann mir helfen, mich besser zu wehren?
Ich brauche immer viel zu lange um zu reagieren. Können schon Wochen und Monate vergehen, bis ich endlich was sage.
Bis dahin habe ich aber schon nächtelang nicht geschlafen.
Ich bin einfach zu feige, will niemanden auf den Schlips treten, die anderen meinen es bestimmt nicht so, ist wahrscheinlich alles nur Zufall usw.....

LG Marie
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Re: Bitte um Starthilfe
Antwort #8 - 18.06.2015 um 19:54:51
 
Hallo Marie,

das ist ja eine blöde Situation. Das ist typisch Centaury. Centaury kann nicht Nein sagen und sich nicht wehren oder durchsetzen.

Hast Du die Möglichkeit, mittags kurz rauszugehen oder Dich irgendwie "sichtbar" zurückzuziehen? Einfach Fakten schaffen. Je nach dem, welches Verhältnis ihr zum Chef habt, wäre es auch eine Option, das mit ihm/ihr zu besprechen. Es macht ja nun auf Kunden auch keinen wirklich guten Eindruck, wenn die Angestellten vor der Tür hocken und sich für Kunden nicht interessieren. Wobei.... Dann bist u.U. noch mehr Außenseiter. Also vielleicht doch Fakten schaffen.

Das Gefühl ist übrigens m.E. weniger Ungerechtigkeit, sondern eher Ohnmacht und Hilflosigkeit.

LG
Birgit
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Re: Bitte um Starthilfe
Antwort #9 - 18.06.2015 um 22:21:06
 
Danke Birgit,

bei Centaury habe ich ein besseres Gefühl.
Mich hat dabei immer die Unterwürfigkeit in der Beschreibung gestört und das bin ich bestimmt nicht.
Und von allein komme ich auch nicht auf die Idee mich zur "Verfügung" zu stellen.
Es ergibt sich halt durch die Situation, der ich irgendwie nicht entrinnen kann.
Bequem für die anderen und Sch.... für mich.

Eigentlich bin ich eher ein Kämpfertyp und ein Gerechtigkeitsmensch.
Wenn es um die Rechte anderer geht, bin ich nicht auf den Mund gefallen und auch nicht schüchtern.
Geht es um meine eigenen Rechte, ist mir die Kehle wie zugeschnürt.
Ich grummele innerlich, denke, dass das bestimmt ein Irrtum/Zufall ist und natürlich einmalig....
Wenn ich dann bemerke, dass es immer wieder vorkommt, dann werde ich kurz angebunden, irgendwie komisch, weil ich nicht weiß, wie ich mich nun verhalten soll.
Ich will keinen Streit, aber ich will mich auch nicht ausnutzen lasen.
Ich bin auch schon raus gegangen und habe einen der 3 gebeten, mir behilflich zu sein, wenn der Laden sehr voll war.
Das Ergebnis war, dass sie danach noch öfter gemeinsame Raucherpausen veranstaltet haben.
Im Prinzip zahlt man es mir dann irgendwie mit einem freundlichen Lächeln heim.
Also selbst mit gut begründeten Bitten (voller Laden) erreiche ich eher das Gegenteil. 

Der Chef bemerkt das sehr wohl, hält sich aber fein raus.
Er selber raucht ja auch nicht, aber bei den anderen unbeliebt machen, möchte er sich auch nicht. Ist genau so ein Schisser wie ich.

Die Situation verlassen ist schwierig. Es ist bei uns ein ungeschriebenes Gesetz, dass wir während unserer Pausen zur Verfügung stehen.
Geht auch gar nicht anders, denn wir haben durchgehend auf.
Wenn da jeder mittags verschwinden würde, wie sollte das gehen?
Bin ich deshalb zu pflichtbewusst?

Ich weiß nicht - es ist so ein toller Job, so nette Kunden und eigentlich ein sehr humaner Chef.
Besser kann man es fast nicht erwischen....

Soll ich das alles wegen solcher Kindereien aufgeben?
Was könnte Centaury bewirken?

Traurige Grüße Marie
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Re: Bitte um Starthilfe
Antwort #10 - 19.06.2015 um 09:50:23
 
Hallo Marie,

wenn Du von allein auf die Idee kämst, Dich zur Verfügung zu stellen, anderen die Hilfe sozusagen ständig aufdrängen würdest, wäre das Chicory. Zwinkernd Das ist ja genau der Punkt bei Centaury: er will das gar nicht, kann sich aber nicht durchsetzen oder Nein sagen.

Zitat:
Es ist bei uns ein ungeschriebenes Gesetz, dass wir während unserer Pausen zur Verfügung stehen.
Na ja, offenbar doch nicht ganz so, wenn die anderen immer Dich machen lassen. Oder? Du lässt Dich da doch bereits ausnutzen. Meines Erachtens kannst Du den Streit kaum vermeiden, wenn Du die Lage ändern willst. Aber als Außenstehender sagt sich das natürlich leicht. Eigentlich ist es Aufgabe des Chefs, das zu klären. Nicht Deine. Ich würde ihm gegenüber jedenfalls deutlich machen, dass Du die Dir zustehende (!) Pause zukünftig machen wirst.

LG
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Johanna
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Re: Bitte um Starthilfe
Antwort #11 - 19.06.2015 um 10:08:54
 
Hallo Marie,

oder ev. Mimulus. Du schreibst auch "ist genauso ein Schisser wie ich".... Und ich würde eine Zigarette nehmen und mich dazu stellen. Nicht angezündet natürlich  Laut lachend.  (KEIN großes Drama draus machen. so selbstverständlich wie möglich...)....

Aber wie du schreibst... ist das nicht so ganz einfach mit den Rauchpausen und der Arbeitszeit.

Ich hab jetzt noch einmal nachgelesen. Ich hab weiter oben auch schon einmal an Centaury gedacht.... Oder Chicory. Wenn dir Centaury in der Beschreibung zu "unterwürfig" erscheint, dann denk doch noch einmal über Chicory nach. Denn die Arbeit macht dir eigentlich Freude. Du kümmerst dich gern "um alles". Aber du möchtest doch auch gesehen werden, die Anerkennung... oder wahrscheinlich noch lieber: in die Gruppe aufgenommen werden. Oder zumindest anerkannt sein dafür, dass du immer da bist.. während sie noch ihren Kaffee trinken.

Und wenn ich so darüber nachdenke... vielleicht könnte dir Beech helfen. Falls du gar nicht dabei sein willst, du aber ihr Verhalten schlicht "unpassend" findest. Da kann Beech schon ganz gut helfen, das besser auszuhalten.

Für dich persönlich wär dann noch wichtig, dass du ruhig bleiben kannst... nicht in Stress gerätst wegen der vielen Kunden, die unbetreut warten. Also den Fokus behalten auf den Kunden, den du gerade betreust. Die anderen Kunden warten auf "jemanden", nicht unbedingt auf dich (!). Die anderen hängen nicht dir die ganze Arbeit um, sie machen ihre nicht. Und das kannst du vielleicht mit Beech leichter tolerieren.

Es ist nicht notwendig, alles auf dich zu beziehen. Die ganze Verantwortung hat schon jemand, nämlich der Chef. Du hast die Verantwortung für den Kunden, den du gerade betreust. Vielleicht hilft dir das auch, weniger hektisch zu werden.
lg, johanna
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Re: Bitte um Starthilfe
Antwort #12 - 19.06.2015 um 10:35:42
 
Liebe Birgit,

hatte gestern am Abend und zur Nacht Centaury im Wasserglas, habe gut geschlafen und etwas ganz Wundervolles geträumt. Wurde auch mal wieder Zeit  Smiley
Ich glaube das ist ein gutes Zeichen, denn der Traum hatte damit zu tun, für sich selbst einzustehen und das habe ich getan unter schwierigsten Bedingungen.

Ansonsten habe ich nämlich wenig Gespür für mich selbst und bemerke daher oft nicht, wenn mir Blüten helfen oder eben auch nicht.
Ich glaube diesen Traum und dieses Gefühl kann ich eindeutig für Centaury werten.

Einer meiner Versuche den Chef aufmerksam zu machen war ein ausgiebiger Gang auf`s Clo, während die anderen draußen in der Sonne saßen. Da hat er sich eben selbst an die Kasse gestellt, mehrfach schon.....
Und angsprochen hatte ich das Thema vorher auch schon ohne Ergebnis.
Wahrscheinlich hast du Recht und ich sollte mich während einiger Pausen einfach ganz entfernen.
Es ist ja ein ungeschriebenes "Vernunftsgesetz", an das die anderen sich auch nur bedingt halten, indem sie zwar anwesend sind aber trotzdem nicht verfügbar.
Warum also sollte ausgerechnet ich das tun - nur weil ich nicht rauche?

LG Marie
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Re: Bitte um Starthilfe
Antwort #13 - 19.06.2015 um 11:39:03
 
Liebe Johanna, auch dir lieben Dank  Smiley

Ich kann mich einfach nicht mehr zwanglos mit einer Kippe daneben stellen, dafür bin ich viel zu sauer und aufgewühlt innerlich.
Außerdem habe ich im letzten Jahr nach 20 Jahren mit dem Rauchen aufgehört....
Manchmal ärgere ich mich jetzt fast darüber.
Ich hab mich schon mit einer Tasse Kaffe daneben gestellt, aber ich halte es einfach nicht durch, wenn Kunden kommen.
Die anderen erwarten ganz einfach, dass sie zu Ende rauchen können, wenn ein Nichtraucher dabei ist.
Und die können laaaaangsam rauchen. Ärgerlich

Zu deinen Vorschlägen.

Ich habe ja am 16.6. mit einer neuen und sehr übersichtlichen Mischung begonnen.

Rock Rose, Scleranthus, White Chestnut, Rock Water.

Rock Rose wegen aufsteigender Panik, wenn ich an die Situation dachte. Ich erhoffe mir davon Ruhe, Gelassenheit, Geistesgegenwart, Mut und eine gewisse"Kaltblütigkeit"

Scleranthus gegen Unentschiedenheit und für eine gewisse geistige Klarheit und Konsequenz.
Ich fühle mich meist sehr gehetzt und dadurch unkonzentriert. Ich bekomme Vieles erst mit, wenn es zu spät ist, bemerke die Vorzeichen nicht...

White Chestnut gegen meist unangenehme Gedanken oder Vorstellungen.
Die Arbeit ist bei mir allgegenwärtig, auch zu Hause und morgens beim Erwachen...

Rock Water gegen Selbstunterdrückung und Selbstverneinung, gegen meine ewige Selbstdisziplin.
Für Offenheit für die eigenen Gefühle und eine unbeschwerte, lebensbejahende Einstellung.
Es soll gegen durch zu große Selbstbeherrschung entstandenen Verkrampfungen und Verhärtungen wirken.
Und ich fühle mich leider inzwischen bretthart.

Zu Chicory: ein bisschen davon habe ich auch...
Allerdings, wenn ich bemerke, dass meine "Freundlichkeiten" einfach hingenommen werden oder bereits erwartet werden und rein gar nichts zurück kommt, dann unterlasse ich das ganz schnell.
Ich möchte schon mit dabei sein, aber ich möchte, dass die Verantwortlichkeit auf alle gleich verteilt ist. Wir bekommen alle das selbe Geld, wir machen alle den selben Job.
Was nützt es, wenn man mich für meinen Einsatz lobt für die eigene Bequemlichkeit?

Ich fühle mich in diesen Momenten ausgeschlossen, obwohl wir sonst alle recht gut zusammen gearbeitet haben.
Ich verpasse sehr viel von dem, was draußen besprochen wird beruflich und privat.
"Wie, du hast das nicht gewußt.....? Achja, du warst ja drinnen....."
Mimulus: überlege ich noch...

Deine letzten 2 Absätze muss ich noch richtig sacken lassen. Haben mich sehr nachdenklich gemacht. Ist eine völlig andere Sichtweise, danke Smiley

Beech überlege ich sehr stark.
So, muss gleich zur Arbeit - bis später und danke bis hierhin Smiley

LG Marie
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Re: Bitte um Starthilfe
Antwort #14 - 19.06.2015 um 12:56:14
 
Zitat:
Die anderen erwarten ganz einfach, dass sie zu Ende rauchen können, wenn ein Nichtraucher dabei ist.

Was passiert eigentlich, wenn Du diese Erwartung mal nicht erfüllst, also einfach draußen stehen bleibst, wenn Kunden kommen? Nach dem Motto: Ich trink jetzt erst meinen Tee. Die Kollegen haben Dir ja nichts zu sagen, sind Dir also nicht vorgesetzt. Sie können Dich also nicht reinschicken.

Als Nichtraucher (auch immer schon gewesen) ärgert es mich auch immer, dass Raucher selbstverständlich annehmen, diese kleinen Raucherpausen am Tag stünden Ihnen einfach so zu. Das ist nämlich das eigentliche Problem an der Sache.

LG
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