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Kratzen und Jucken (Gelesen: 7163 mal)
MaggyT
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Consell/Mallorca
Kratzen und Jucken
04.05.2011 um 00:03:13
 
Hallo ihr Lieben,
ja ihr habt richtig gelesen.  Zwinkernd Auch ich jucke und kratze mich bis aufs Blut.
Aber nur auf dem Kopf. Tut richtig weh und es sind viele Entzündungen und Pusteln auf der Kopfhaut,
die aber gleichzeitig wiederum jucken. Traurig

Ich habe das aber schon länger als unser Hund. Zwinkernd

Zur meiner Krankengeschichte. Ich habe mich wohl 1999 im Griechenland Urlaub mit Hepatitis A angesteckt. Diese wurde aber lange Zeit nicht diagnostiziert.
Ich litt unter ständigem Husten und konnte nur noch sitzend die Nacht im Bett verbringen.
Kein Arzt fand was. Bis ich an eine Heilpraktikerin geriet, die mir erklärte, das meine geschwollene Leber gegen das Zwechfell drückt und somit den Hustenreiz auslöst. Sie spritzte mir ein Homöopatikum auf zwei Leberakkupunkturpunkte und nach einer Woche war der Spuk vorbei.
Da hatten wir aber noch lange nicht raus, das ich eine Hep.A hatte.  Nach 1 1/2 Jahren fing es wieder an und dauerte über 1 Jahr. Bis mein neuer Hausarzt ein großes Blutbild machte und stark erhöhte Leberwerte feststellte. Daraufhin lies er das Blut auf Hepatitis untersuchten und es wurden Antikörper entdeckt. Jetzt bin ich zwar ein Leben lang immun gegen Hep.A dafür muss ich aber sehr auf meine Leber achten.
Verstärkter Juckreiz und an einer Stelle bestimmte Hautflecken die kommen und gehen, zeigen mir an, wann meine Leber wieder Zicken macht.

Ich habe auch eine große Empfindlichkeit gegen Schimmelpilze im Haus entwickelt. Ich kenne meinen Mann jetzt 13 Jahre und in den 13 Jahren sind wir mindestens 16 Mal umgezogen.  Einige Male wegen seiner Arbeit, aber zum größten Teil wegen verschimmelten Wohnungen. Jetzt haben wir zwar ein sehr abgewohntes Haus, aber dafür scheint es schimmelfrei zu sein.

So das zu meiner Krankengeschichte.

Jetzt zu meiner Psyche. Ich habe seit ich meinen Mann kenne so nach und nach mein berufliches Leben aufgegeben. Alle meine Träume und Ziele. Diese ging schleichend von statten und wegen der ständigen Umzieherei war es ja auch gar nicht möglich. Immer wenn ich anfing diesbezüglich Pläne zu schmieden, ging es wieder los auf Wohnungs- oder Arbeitssuche.
Ich habe dann angefangen mich anders zu orientiern, hab meine Leidenschaft für Exotische Pflanzen
entdeckt und versuche mich damit selbständig zu machen. Aber auch hier habe ich einige Tiefschläge einstecken müssen. Zweimal musste ich Pflanzen im Wert von mehreren Tausend Euros verschenken.
Hab aber immer wieder angefangen und glaubte jetzt hier in unserem riesigen Garten, dies verwirklichen zu können.
Im Moment sehe ich da aber keine große Chance, weil mein Mann nachts arbeitet und mir bei den schweren Arbeiten im Garten nur am Wochenende helfen kann.  Da hat er aber meist keine Lust und verschläft das halbe Wochenende. Ansonsten hat er aber Lust, dafür ist er nicht zu müde. Zwinkernd
Auch im Haus passiert nicht viel. Ich muss mich halt damit abfinden, das die meisten Zimmer noch nicht bewohnbar sind. Ich habe auch keine richtige Küche nur ein paar aufgebockte Arbeitsplatten.
Dabei würde ich es uns liebend gerne gemütlich und schön machen, im Haus wie im Garten.

Der Garten biergt noch ein anderes Problem, er ist riesig, aber nicht eingezäunt. Ich kann allso den Hund dort nicht mal 5 Minuten gefahrlos alleine lassen.
Versteht ihr das, wie ich mich fühle. Das Material für den Zaunbau ist mindestens schon 6 Wochen da, aber es tut sich nichts.  weinend Ich bin die meiste Zeit hier alleine in einer neuen Umgebung, auf dem Lande. Ohne Auto geht da nichts. Ein zweites Auto können wir uns zur Zeit nicht leisten, sodas ich mir wenigstens einen Halbtagsjob suchen könnte.

Meinem Mann gehts wieder prima, durch seine Arbeit hat er wieder Anerkennung und ich sitze hier rum schlage die Zeit tot, warte das er mal Zeit für mich hat und kümmere mich um unseren kranken Hund. Nachts kann ich nicht schlafen weil ich zu viel grüble. Jetzt sind wir wegen dem Hund auch noch geteilter Meinung und haben seidem fasst jedes Wochenende hier dicke Luft.
Ich versuche hier alles zusammen zu halten, stärke ihm schon seit Jahren den Rücken, baue ihn auf, wenns ihm schlecht geht, aber selber darf ich keine Schwäche zeigen. Ich glaube dann würde ich zusammenbrechen.
Manchmal denke ich, wenn ich mich nur gehen lassen würde, würde ich depressiv werden.

In meinem Freundes-und Bekanntenkreis gelte ich als Stehaufmännchen. Augenrollen

Hinzu kommt das ich meinen Eltern gegenüber ein schlechtes Gewissen habe. Meine Mutter ist seit Jahren dement und mein herzkranker Vater kümmert sich jetzt alleine um sie, seit wir über 200 Km weggezogen sind. Vorher war ich ständig zur Stelle, obwohl mein Bruder gleich um die Ecke wohnt.
Der hilft nur wenn er Geld braucht. Griesgrämig Dann ist er jetzt auch noch ziemlich sauer auf mich, weil ich jetzt nicht mehr jeder Zeit zur Verfügeng stehe, nicht immer abrufbar bin wie früher.
Meinen Mann haben sie deshalb von Anfang an nicht akzeptiert.  Weil auch mein Bruder mit seiner Familie jetzt nicht mehr jeder Zeit meine Hilfe in Anspruch nehmen kann.
Ich habe mich eigentlich viele viele Jahre so gefühlt als ob alle an mir zerrren, nur jeder in seine Richtung.
Die haben sogar versucht unsere Hochtzeit zu boykottieren. Ärgerlich

Anfangs hier in der neuen Umgebung ging es mir richtig gut. Ich habe aufatmen können, als ob eine schwere Last von mir genommen wurde. Aber seit ein paar Monaten kehrt sich das um. Dabei bin ich eigentlich gerne hier. Smiley

Tja so sieht mein Leben zur Zeit aus.
Da verstehe ich langsam warum sich bei mir immer mehr Unmut breit macht und ich immer häufiger aufbrausend werde. Was eigentlich nicht zu mir passt. Wie schon erwähnt bin ich eigentlich sehr harmoniesüchtig. Es dauert lange bis ich mal explodiere. Auch bin nicht nachtragend und vergesse schnell.

So jetzt ist es wieder ein Roman geworden.  Zwinkernd

LG Margit
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Johanna
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Re: Kratzen und Jucken
Antwort #1 - 04.05.2011 um 18:53:35
 
Hallo Margit,

mir fällt dazu vor allem eine Blüte ein: Walnut. Zum Quadrat sozusagen *ggg*.....

Und vielleicht fällt dir etwas ein für dich... wo du nicht davon abhängig bist, dass dein Mann dir hilft. Er hat ja offenbar eine vollzeitarbeit. Und du wartest mit einem zu renovierenden Haus, einem zu bestellenden Garten, einem zu errichtenden Zaun... auf ihn.
Was würdest du tun... mit dem ganzen Haus, und dem Garten... und dem Zaun.. wenn du ihn nicht hättest? Und dort bleiben möchtest.

Vielleicht wäre Chicory noch eine Hilfe für dich. Du hast dich früher doch sehr um andere gekümmert.... Auch wenn es angenehm und erleichternd ist, wenn diese Arbeiten nun wegfallen.. so fehlt dir vielleicht doch ein bisschen die Aufgabe.

Eventuell wär Clematis noch was für dich. Um deine Träume besser in die Tat umsetzen zu können...

Du kannst deine Mischung, wenn du dann irgendwann eine haben wirst, auch in ein Haarwasser (eines, das du verträgst) dazu geben.
lg, johanna

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Ulla
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Re: Kratzen und Jucken
Antwort #2 - 04.05.2011 um 19:04:46
 
Hallo,

neben der BB, die Johanna ja schon in Betracht gezogen habe, möchte ich dich aber bitten, mit dem Juckreiz noch mal beim Hausarzt vorstellig zu werden. Bei Hepatitis oder auch anderen Lebererkrankungen ist der Juckreiz fast ein Leitsymptom und zwar nicht nur an der Leberstelle.

LG
Ulla
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Melia
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Re: Kratzen und Jucken
Antwort #3 - 04.05.2011 um 19:09:48
 
Hallo Margit,

mir würde noch White Chestnut ein klassische "Einschlafblüte" einfallen, wenn Du gedanklich nicht abschalten kannst. Vervain wäre auch eine Möglichkeit, wenn Du im Bett Probleme wälzt. Oder Gentian, wenn Du ganz allgemein zum Pessimismus und Grübeln neigst. Pine fänd ich noch gut gegen die Schuldgefühle Deinen Eltern gegenüber.

Ansonsten muss ich sagen, dass ich nachvollziehen kann, Du Dich schrecklich fühlst. Johannas Idee mit der eigenen Aufgabe finde ich da auch ganz gut.

Aber noch etwas anderes ging mir durch den Kopf. Wenn Du sozusagen jahrelang in schimmelverseuchten Wohnungen gelebt hast, wäre vielleicht eine Ausleitung mal ganz gut. Augenrollen

LG
Birgit
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MaggyT
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Re: Kratzen und Jucken
Antwort #4 - 05.05.2011 um 01:12:54
 
Hallo Johanna,
warum habe ich gerade das Gefühl mich verteidigen zu müssen.
Zitat:
Und vielleicht fällt dir etwas ein für dich... wo du nicht davon abhängig bist, dass dein Mann dir hilft. Er hat ja offenbar eine vollzeitarbeit. Und du wartest mit einem zu renovierenden Haus, einem zu bestellenden Garten, einem zu errichtenden Zaun... auf ihn.  
Was würdest du tun... mit dem ganzen Haus, und dem Garten... und dem Zaun.. wenn du ihn nicht hättest? Und dort bleiben möchtest.

Ohne meinen Mann wäre ich nicht hier!

Und um es mit den Worten meines Mannes zu sagen, wäre ich immer noch zu Hause bei meiner Familie und dort das Mädchen für alles.
Kurz bevor ich meinen Mann kennenlernte hatte ich mich aus den Zwängen meiner Familie(hauptsächlich meiner Mutter) befreit und eine zweite Ausbildung gemacht. Vor deren Abschluss stand ich damals, als mein Mann in mein Leben trat. Tatsache ist, das es jetzt mehr oder weniger das Gleiche ist, in unserer Ehe. Ich kümmere mich um den Haushalt, das Essen, Einkaufen, Rechnungen, und Briefe schreiben, etc., um die Tiere und den Garten sowie alles was sonst noch so anfällt.
Es ist nicht so das ich hier nur rumsitze und Däumchen drehe und auf meinen Herrn und Gebieter warte.
Mit tut Abends immer ganz schön der Rücken weh und die Kniegelenke. Ich weiss dann schon was ich so am Tage gemacht habe.
Zitat:
Meinem Mann gehts wieder prima, durch seine Arbeit hat er wieder Anerkennung und ich sitze hier rum schlage die Zeit tot,

Das meinte ich im übertragenen Sinne. Mein Mann ist übrigens LKW Fahrer. Er fängt um 18 Uhr an und kommt so gegen 8 Uhr heim.

@Ulla,
bevor wir vor einen halben Jahr hier her zogen, bin ich mal wieder von einem Arzt zum anderen gelaufen. War auch bei Spezialisten, nur konnte niemand etwas finden. Ich wollte eine Bestätigung/Nachweiss/Beweiss wie auch immer, das viele meiner Beschwerden von der Schimmelbelastung kamen. Zumal mein Mann einige ähnliche Beschwerden hatte, nur nicht so schlimm.  
Ich kann, seit wir hier wohnen, mich immer besser bewegen. Fasst ist es schon wieder normal. In der Schimmelwohnung konnte ich zum Schluss nicht mehr ohne starke Schmerzmittel in die Gänge kommen. Was natürlich für meine Leber nicht so gut war. Mir taten sämtliche kleine und auch große Gelenke weh. Am schlimmsten waren die Füsse-, Knie- und Handgelenke. Dann hatte ich ständig Verdauungsprobleme in Form von Durchfall und immer wiederkehrende Blasen und Nierenentzündung.

Der Juckreiz auf der Kopfhaut war damals nicht so schlimm.

@Birgit,
was die Aufgabe betrifft. Ich würde gerne wenigstens halbtags arbeiten. Aber wie schon oben geschrieben, leben wir hier mitten auf dem Lande. Die Busse fahren nur morgens 2x und abends 2x. Eine Zugverbindung in die nächste Stadt gibt es nicht und ein zweites Auto können wir uns nicht leisten.
Das bezieht sich auch auf Farbe, Tapeten etc. um das verwohnte Haus zu renovieren. Tapezieren und anstreichen habe ich immer selbst gemacht. Dafür brauche ich keinen Mann. Aber wir können uns das Material dazu nicht leisten.

Ich für meinen Teil fühle mich als Versager. Ich habe studiert und 2 Ausbildungen in meinem Leben gemacht. Und, jetzt sitze ich hier und mein Leben scheint mir so sinnlos, so vergeudet. Ich habs noch nicht einmal geschafft Kinder zu bekommen.

Ihr kennt das Gefühl wohl nicht. Nicht ein kleines bisschen?

LG Margit
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MaggyT
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Re: Kratzen und Jucken
Antwort #5 - 05.05.2011 um 10:53:47
 
Hallo ihr Lieben,
so ich habe mich nun für folgende Blüten entschieden. Smiley

Crap Apple
Gentian
Impatiens
W. Chestnut
Walnut

Ich bin mir nicht sicher, ob ich auch noch StoB und Verian mit reinnehmen soll.

Oder soll ich die 5 erst nehmen und schauen wie es anläuft.
Wenns nicht passt, kann ich ja die anderen beiden noch dazu tun und/oder einige dafür rausnehmen. Zwinkernd

LG Margit

PS: Brrrr, wird Zeit das ich heute damit anfange. Ich hab vielleicht wieder ne Laune.
Bin total gereizt! Ärgerlich
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Melia
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Re: Kratzen und Jucken
Antwort #6 - 05.05.2011 um 12:12:41
 
Hallo Margit,

StoB ist meiner Meinung nach in einer ersten Mischung sowieso gut. Es ist nicht nur die Traumablüte schlechthin, sondern auch eine gute Trostblüte. Ich würde sie mit reinnehmen. Wenn Du Vervain wegen der Einschlafprobleme überlegst, würde ich abwarten, ob sich das mit White Chestnut nicht schon gibt. Insgesamt scheinst Du mir momentan eher nicht so überbegeistert.

Zitat:
Ihr kennt das Gefühl wohl nicht. Nicht ein kleines bisschen?

Oh doch. Mein Tipp mit der Aufgabe kam nicht von nichts. Eigentlich ist das seit einiger Zeit auch genau mein Thema, trotz sehr gut bezahltem Job übrigens. Vielleicht habe ich mich da missverständlich ausgedrückt. Ich meinte wirklich eine Aufgabe, etwas das Dir Spaß macht und Dich ausfüllt, nicht einen Job. Es gibt doch sicher etwas, was Dir Freude macht, wofür man nicht unbedingt Unmengen Geld braucht? Ich habe den Eindruck, dass Du Dich selbst vor lauter Kümmern um andere unterwegs verloren hast. Vielleicht hilft es Dir, zu überlegen, was Dich abhält, DEIN Leben zu leben. Welche Gefühle kommen da hoch? Wenn Du so gar kein Ziel hast, wäre Wild Oat noch eine Blüte, die Dir zu Ideen und Perspektiven helfen könnte. Oder hast Du ein Ziel, hast aber resigniert, weil es doch nie erreichen kannst (wäre eher Richtung Wild Rose)?

Du musst die Fragen nicht jetzt und sofort beantworten. Du kannst auch erstmal mit einer Mischung starten und dann mal sehen, was sich tut.

LG
Birgit
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Re: Kratzen und Jucken
Antwort #7 - 05.05.2011 um 19:17:03
 
Hallo Margit,

ich glaube, dass fast jeder mal eine ähnliche Phase durchgefmacht hat wie du. Auch ich. Als ich nach einem Umzug in eine andere Stadt 2 Jahre ohne Arbeit war (zwar mit einem Kind und anwesenden Mann), merkte ich, dass mein Selbstbewusstsein immer mehr in den Keller ging. Eigentlich traute ich mir kaum noch was zu. Und Schuld daran war alles mögliche. Der Mann, die neue Stadt, die fehlenden Freunde hier - einfach alles. Ich habe es damals nicht geschafft, die Ursache zu erkennen, nämlich das mein derzeitliches Dasei ohne Herausforderung schuld an meiner Misere war. Gott sei Dank hatte ich Mann und Freunde, die das sahen und mich zur Arbeit drängten. Und danach wurde eigentlich alles schlagartig besser. Meine gesundheitliches Befinden, meine Nökelei.

Mein Weg ist nicht deiner. Ich finde gut, dass du über BB (die ich damals noch nicht kannte) einen Weg suchst. Oftmals ist es während eine BB-Therapie so, dass sich innere Türen öffnen und vor allem, das Selbstbewusstsein zunimmt.

Eins aber noch. Mich wundert es nicht, dass du dich gerade so fühlst, wie du dich fühlst. Studium, 2 abgeschlossene Ausbildungen. Da scheint mir, dass du früher ein leistungsbereiter und ehrgeiziger Mensch warst. Diese Ressourcen liegen aufgrund deiner Umstände brach. Vielleicht fehlt dir tatsächlich eine Aufgabe, die dich fordert, nicht nur ein Zeitvertreib. Wenn du arbeitest, könntest du dir doch auch ein Auto leisten (ein kleines, billiges zunächst). Die Kosten arbeitest du doch rein. Nur als Tipp.

Deine Blütenauswahl finde ich sehr gut, würde aber auch StoB mit hineinnehmen. Und langfristig oder später vielleicht auch mal an Willow und Centaury denken (wenn dann noch nötig).

LG
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Re: Kratzen und Jucken
Antwort #8 - 05.05.2011 um 21:51:53
 
liebe margit

hmhmhm. in deiner genannten mischung würden mir stob (!), holly und evtl. auch sweet chestnut fehlen.

aber ich weiß nicht so recht. irgendwie hab ich das gefühl, die mischung geht an dem vorbei, was wirklich in dir ist. mir kommen bachblüten wie agrimony, honeysuckle, centaury in den sinn. und manche gedanken. ich versuch mal, letztere ein bißchen zu sortieren.

ich hab den eindruck, hier geht es um was ganz anderes. um was grundsätzliches. darum, dass dein leben in eine richtung gelaufen ist, in die du so nicht wolltest. zwar mit ein paar guten aspekten. aber eigentlich -  war da was anderes. an traum. vielleicht nicht glasklar. nicht in worten, aber an gefühl. an hoffnung. besonders, nachdem du dich aus deinem elternhaus gelöst hattest. statt dessen griff dein verhalternsmuster erneut (wie bei vielen menschen) und du fandest dich zwar mit anderen menschen, aber doch stück für stück wieder auf einem weg, der nicht der deine ist. in wirklichkeit. mit netten aspekten. aber nicht der deine.

ich glaube nicht, dass es darum geht, eine nette beschäftigung zu finden. oder einen halbtagsjob. ich glaub, es geht darum, dein leben neu auszuloten. nach deinem ganz eigenen lot. und das geht eigentlich nur im geschützen raum. und nicht allein. wegen betriebsblindheit, wie man sie halt so mit sich selber hat. ich glaube, es geht darum, mit einem menschen ein paar stunden mal darüber zu sprechen, was war. was ist. tränen zu weinen. dinge anzuschauen. wie was kam. wann was wie gelaufen ist. ich gehöre eher zu denjenigen, die dafür sind, in der gegenwart zu schauen, was man tun kann anstatt in der vergangenheit zu graben. aber manchmal ist es wichtig, einen blick zurück zu werfen. auf das was war. auf kummer, gram, schmerz und wut. angst. das ist dann befreiend. und man erkennt gemeinam im gespräch muster. genau die muster, die einen in die gegenwart gebracht haben, die man so eigentlich doch gar nicht mehr wollte.

dann wird es an der zeit, zu schauen, was in der gegenwart zu tun ist. wo es mal hingehen sollt. wo es hingehen kann. was davon schon da ist. was bleiben kann. Stückchen für Stückchen.was gehen muss. worauf aufgebaut werden kann. das zeigt sich dann auch. weil gefühle, wünsche, träume, tränen und lachen befreit wurde und alles wieder durchatmen kann. das leben kann dein 'sein' wieder durchfluten.

was du schreibst, ist zutiefst nachvollziehbar. vollkommen menschlich. und deine deprimiertheit, dein versagensgedanke sind hinweise auf deine innere lebendigkeit, darauf, dass in dir ganz viel kraft ist. und die ist 'lediglich' frustriert. es gilt halt , das in die ziele und wege zu bringen, die sich in deinem ganz eigenen lot befinden. und dann zu schauen, wie weit das mit deinem jetztigen leben und umfeld kompatibel ist.

soweit ein paar gedanken,
lieben gruß an dich
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Re: Kratzen und Jucken
Antwort #9 - 06.05.2011 um 19:08:44
 
Hallo liebe Sil,
als ich deine Zeilen las, musste ich ganz plötzlich weinen.
Du glaubst nicht wie nahe du mit deinen Gedanken und Schlussfolgerungen bist.

Ja, ich hatte schon alles in der Tasche. Ich wusste wohin und was ich machen wollte.
Meine Familie wusste nichts von diesem Schritt, den ich vor hatte zu gehen.
Dann kam mein Mann. Und womit ich gar nicht mehr gerechnet hatte, ich verliebte mich Hals über Kopf und er auch.
Meine Mutter nahm den Kampf auf und wir auch. Ich stellte mich gegen sie und auf seine Seite.
Wie konnte sie mir das nicht gönnen, auch ein bisschen Glück.
Zur Schwiegermutter meines Bruders sagte sie einmal zu Weihnachten, die soll mir bloss nicht mit einem Kind ankommen.
Hallo, ich war da schon bald 40 Jahre alt, was bildete sich diese Frau nur ein.

Ich glaube da habe ich meine alten Ziele aus den Augen verloren. Da bot sich mir eine Chance, ein Leben, welche ich zu erleben schon längst abgehakt hatte.
Meine Mutter hatte sich grundsätzlich immer in meine Beziehungen eingemischt, auch in meine Freudschaften. Alles hat sie kaputt gemacht. Es hat lange gedauert bis ich sie durchschaut hatte.
Sie tat immer so fürsorglich und meinte sie wäre ja auch meine beste Freundin, nicht nur Mutter!
Und jetzt kam da dieser Mann und war bereit für mich zu kämpfen.
Ich erinnere mich noch ein sehr entscheidenes Gespräch, wo wir lange mit meiner Mutter geredet hatte. Wir haben geschimpft und geweint , aber gebracht hat es nichts.
Da sagte ich ihr, ich hätte den Eindruck das sie mich nur geboren hätte, damit sie jemanden hat, der sich um sie kümmert.

Kennst du das Buch von Margaret Forster, Es sind die Töchter die gefressen werden?
Dieses Buch hat mir die Augen geöffnet. Ich habe mich da drin wieder erkannt!
Ich habe dieses Buch damals bei meiner Mutter auf den Tisch liegen gelassen. Sie wollte eigentlich immer wissen was ich las. Aber dieses Buch war Luft für sie.

Fakt ist, jetzt ist sie dement und ich bin eigentlich immer noch für sie da, mit dem Unterschied das mein Mann jetzt auch mit eingespannt wird. Na ja, aber wir machen das eher doch als Stütze für meinem Vater. Der tut mir unendlich leid.
Meine Pläne konnte ich nun nicht weiter verfolgen, wir waren ja jetzt zu zweit.
Aber man könnte sie ja abändern, passend für uns Beide machen, habe ich gedacht.
Doch wir scheiterten an der Realität.

Ich persönlich fühle mich jetzt wie an die Wand gedrängt und weiss keinen Ausweg.

LG Margit
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NRW
Re: Kratzen und Jucken
Antwort #10 - 07.05.2011 um 16:19:04
 
hallo margit,

an die wand gedrängt von was/wem? und auswege gibt es ganz viele. dazu wäre es hilfreich, die perspektive zu wechseln. mein gedanke dazu wäre, erlaub dir unterstützung von außen. jemanden, der (die) neutral ist und wirkich dein wohl im sinn hat. wenn du dich damit anfreunden kannst, schau mal, ob es in deinem umkreis therapeuten gibt. manchmal helfen schon drei oder vier stunden, um wieder ein erstes licht ins dunkel zu bringen. und wo wir grad bei licht sind - ein paar tage mal ein bißchen rescue in der wasserflasche, mit ein paar tropfen sweet chestnut, willow & honeysuckle wären vielleicht auch nicht verkehrt ... danach kann man weitersehen...

nur so als gedanken,
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